>>> Das Implantat: implantatgetragene Einzelzahnkronen
>>> Das Implantat: implantatgetragene Totalprothesen
>>> Das Implantat: Implantate bei Zahn-Nichtanlage
Ein Implantat ist auch in Limburg die erste Wahl, wenn es bei Zahnverlust um einen umfassenden Erhalt von Funktion und Ästhetik geht.
Nach dem Zahnverlust stehen die Betroffenen vor der Frage, wie sich die entstandene Lücke am besten schließen lässt, ohne dabei auf Komfort beim Essen und Sprechen zu verzichten. Ein zahnärztliches Implantat - ein den echten Zahnwurzeln nachempfundener Zahnwurzelersatz - stellen eine schon lange bewährte Lösung dar.
Wollen auch Sie wieder zubeißen, ohne die Angst, dass Ihre „Dritten“ nicht mitspielen?
In der Implantologie verwenden wir die hochwertigen Implantate des BEGO Semados®-Systems. Diese ermöglichen einen Zahnersatz, der auch in schwierigen Kieferverhältnissen mit zurückgegangenem Knochen so gut wie die eigenen natürlichen Zähne funktioniert. Dieses Implantat-System bietet auch ein spezielles Implantat, dafür entwickelt, wenn nur noch wenig Knochensubstanz vorhanden ist. Dies ist in der Implantologie bei vielen der einzusetzenden Implantate der Fall, da die Patienten oft viel zu spät mit dem Wunsch nach einem Implantat zum Zahnarzt bzw. Implantologen kommen. Ein starker Knochenabbau hat dann schon stattgefunden und korrigiert werden.
Allgemeine Indikationen für ein zahnärztliches Implantat:
> Verlust eines Einzelzahnes
> Nichtanlage von Zähnen
> Pfeilervermehrung – notwendig bei breiten Zahnlücken
> Freiendsituationen – Fehlen der hinteren Seitenzähne
> Implantatgetragene Totalprothesen
1. Grundsätzliches zum zahnärztlichen Implantat:
Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, welche die biologische Funktion natürlicher Zähne ausüben soll. Es hat eine dem natürlichen Zahn vergleichbare Belastbarkeit und bietet einen guten Halt.
> Die zahnärztliche Implantologie verankert Implantate schon seit mehr als drei Jahrzehnten im Knochen, um fehlende Zähne zu ersetzen. Sie dienen hauptsächlich der Befestigung von Kronen, Brücken und Prothesen.
> Bei einem Zahnverlust fehlt die Belastung des Kieferknochens und dieser baut sich dann mit der Zeit ab. Wird jedoch ein Implantat eingebracht, ist der Knochen an dieser Stelle weiterhin belastet. Der Knochenschwund wird dann weitgehend verhindert.
> Der Einsatz von Implantaten ermöglicht es, das Zahnfleisch an und zwischen den Zähnen zu erhalten. Die natürlichen Verhältnisse bleiben so bestehen und man kann den künstlichen Zahn nicht von den eigenen Zähnen unterscheiden. Wird eine Zahnlücke dagegen mit einer herkömmlichen Brücke versorgt, kann es zum Knochenschwund kommen. Der damit verbundenen Rückgang des Zahnfleisches beeinträchtigt dann das Aussehen.
2. Voraussetzungen für den Einsatz von Implantaten
allgemeinmedizinisch:Die Implantologie ist nur bei schwerwiegenden Grunderkrankungen kontraindiziert. Dazu gehören:
> Blutgerinnungstörungen
> Stoffwechselerkrankungen
(z.B. Diabetes mellitus, Knochenerkrankungen)
> Autoimmunerkrankungen
> schwere Herz-Kreislauferkrankungen
> krankhafte Veränderungen der Mundschleimhaut
sind solche Erkrankungen durch einen Arzt gut eingestellt, kann trotzdem in vielen Fällen implantiert werden. Ihr behandelnder Arzt und Ihr Zahnarzt bzw. Implantologe werden dann in Absprache über Ihren individuellen Fall entscheiden.
Beim Alter des Patienten gibt es zwar nach oben keine Einschränkungen aber Jugendliche bis 18 Jahre sind keine Implantat-Patienten. Das Kieferwachstum wird durch den operativen Eingriff beeinflusst, was man vermeiden sollte.
zahnmedizinisch:
Ein Implamtat sollte nur bei einem gesunden Gebiss in Erwägung gezogen werden. Wesentlich für den Erfolg der Implantation ist ein ausreichendes Knochenangebot.
Verankert man ein Implantat an einer Stelle, wo der Knochen sehr dünn ist, wird dieses unter Belastung schnell wieder ausfallen. Bei solchen Situationen wird zunächst der Knochen aufgebaut. Dazu wird an anderer Stelle körpereigener Knochen entnommen und verpflanzt. Entnahmestellen sind z.B. die Region der Weisheitszähne oder des Beckenkammes.
3. Behandlungsablauf bei einer Implantation
Vor der eigentlichen Implantation wird die Situation des Patienten sorgfältig bewertet.
Abformungen von den Zähnen werden genommen. Mit digitalen Röntgenbildern (strahlungsarm auf genommen auf unserem moderen DVT-Röntgengerät) kann der Eingriff am Computer geplant werden. Zähne, Zahnfleisch und Schleimhaut werden sorgfältig untersucht.
Die Implantation wird eigentlich unter örtlicher Betäubung durchgeführt. In Ausnahmefällen, z.B. bei Angstpatienten ist eine Analgo-Sedierung oder Vollnarkose indiziert. Wenn die Betäubung dann wirkt, wird der Kieferknochen freigelegt, um das Zahnbett für das Implantat vorzubereiten.
Nach Überprüfung der lokalen Knochenverhältnisse wird eine passgenaue Bohrung für jedes Implantat angelegt. Danach werden die Zahnimplantate eingeschraubt.
Schließlich wird das Zahnfleisch wieder vernäht. Die Einheilphase dauert 4-6 Monate, während dieser Zeit wird der Patienten mit sogenannten Provisorien versorgt – er bleibt also nicht zahnlos.
Nach der Einheilphase folgt ein weiterer Eingriff, bei dem die Schleimhaut durch einen kleinen Schnitt geöffnet wird, so dass die Implantate sichtbar werden. Diese versieht man nun mit Verlängerungspfosten und das Provisorium wird so umgearbeitet, dass es auf die neue Konstruktion passt. Ist die Schleimhaut verheilt, wird der endgültige Zahnersatz hergestellt.
4. Mögliche Komplikationen bei einem Implantat
Wie alle medizinischen Eingriffe ist auch eine Implantation mit Risiken verbunden.
In seltenen Fällen kann es bei einer Implantation im Unterkiefer-Seitenzahnbereich zu Verletzungen des im Knochen verlaufenden Nervs kommen. Eine solche Schädigung kann zur vorübergehenden oder ständigen Taubheit der Unterlippen- Kinnregion auf der jeweiligen Seite führen.
Im Oberkiefer können Nasenboden oder Kieferhöhle verletzt werden. Diese heilen in der Regel wieder aus, es ist aber möglich, dass in einem solchen Fall nach dem Ausheilen der Wunde der Knochen an dieser Stelle durch eine Knochentransplantation aufgefüllt werden muss.
Wie bei allen operativen Eingriffen kann es in der Implantologie zu Nachblutungen oder Störungen der Wundheilung kommen. Im Normalfall sind jedoch keine weiteren Gefahren zu befürchten.
5. Verhaltensregeln für Träger von Zahnimplantaten
Unmittelbar nach der Verankerung der Zahnimplantate sollten diese nicht voll belastet werden, da Störungen in dieser Phase zum Misserfolg führen können. Am Tag der Operation und am folgenden Tag sollte auf Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Zigaretten verzichtet werden. Ebenso ist körperliche Anstrengung zu vermeiden. Die operierten Stellen sollten von aussen gut gekühlt werden. Weiche Nahrung ist angeraten aber keine Milch- oder Mehlspeisen essen.
6. Nachsorge bei Trägern von Zahnimplantaten
Große Bedeutung hat eine regelmäßige und gründlich durchgeführte Mundhygiene.
Implantate und eigene Zähne sind regelmäßig und gründlich zu säubern. Dabei können zusätzlich zur normalen Zahnbürste auch Hilfsmittel wie Zahnseide, Superfloss, Interdentalbürsten, Mundduschen etc. angewendet werden. Ihr Zahnarzt oder eine geschulte Fachkraft wird die Anwendungstechniken gerne erläutern.
Regelmäßige Kontrolluntersuchen im Abstand von 6-12 Monaten sind sehr wichtige maßnahmen. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung ist angeraten.
7. Erfolgsaussichten in der Implantologie
Nach 10 Jahren sind im zahnlosen Unterkiefer mehr als 90% der Zahnimplantate noch in Funktion, im Oberkiefer sind es noch ca. 80-85%.
Hierzu wurden zahlreiche und umfassende wisenschaftliche Studien durchgeführt. Man verfügt heute über fundierte Langzeit-Erfahrungen zur Lebensdauer von Zahnimplantaten.
Es gehen nur sehr wenige Implantate verloren. Dabei ist wichtig, dass zum einen, nach dem Verlust eines Implantates, der Zahnersatz oft ohne größere Änderungen weitergetragen werden kann. Zum anderen ist oft eine erneute Implantation möglich und auch erfolgversprechend.
Suchterkrankungen und der übermäßige Genuss von Tabletten oder Alkohol beeinflussen die Lebensdauer der Zahnimplantate negativ. Ebenso gefährdet starkes Rauchen die Einheilung eines Implantates.
8. Neuere Verfahren in der Implantologie
Besonders nach länger zurückliegendem Zahnverlust ist der Kieferknochen schmal geworden. Für diese Fälle gibt es Möglichkeiten den Knochen schonend zu dehnen und zu verdichten und mit einem speziell entwickelten schlanken Implantat die Versorgung durchzuführen. Dieses Verfahren bietet zahnlosen Patienten mit schwierigen Kieferverhältnissen die Möglichkeit vorhandenen oder neu angefertigten Zahnersatz innerhalb von 2 Tagen über dieses Implantat befestigt zu bekommen.
Das neuartige Verfahren wird seit 10 Jahren regelmäßig in Diez bzw. in Limburg und in weiteren – mittlerweile über 150 Zahnarztpraxen in Deutschland – durchgeführt. Es basiert auf einer weich gelagerten Befestigung (Soft loading) an den frisch gesetzten Zahnimplantaten und ergibt so schon unmittelbar nach der Implantation einen hohen Kaukomfort. Dieses Verfahren ergibt gleich gute Ergebnisse wie eine Implantatversorgung bei normalen Knochenverhältnissen mit dem Abwarten einer Einheilzeit der Implantate von 3 Monaten. Auf Wunsch werden alle Versorgungen auch in Narkose oder Analgo-Sedierung durchgeführt.













