Der Behandlung von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen widmet sich in der Zahnmedizin das Feld der Parodontologie
Parodontitis ist in Deutschland die häufigste Ursache für Zahnverlust. Die Zähne werden dabei nicht nur ästhetisch sondern auch zu funktionell stark beeinträchtigt.
Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) stehen in Wechselbeziehungen mit systemischen Erkrankungen wie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes. Bei werdenden Müttern mit einer Parodontitis ist das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Eine rechtzeitige Diagnose und die Behandlung der Zahnfleischentzündung sind also wichtig für die Gesundheit des gesamten Organismus. Die Auswahl therapeutischer Maßnahmen bei einer Parodontitis wird durch das Stadium und die Art der Erkrankung bestimmt.
Der Erfolg einer Parodontitis-Behandlung ist abhängig von der Bereitschaft des Patienten, die häusliche Mundhygiene sorgfältig, regelmäßig und langfristig auszuführen.
Das reduzieren der Keime ist das Ziel der Parodontitis-Behandlung
Vor der Parodontose-Behandlung wird immer eine fundamentale Diagnose erstellet. Klinische Untersuchungen, Röntgenbilder oder mikrobiologische Tests werden angefertigt und ausgewertet. Die eigentliche Behandlung soll dann, die Menge der vorhandene Bakterien deutlich reduzieren. Besonders einige Parodontitis verursachende Keimtypen sollen eliminiert werden. In den meisten Fällen wird die Parodontitis – ebenso wie die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) – durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) verursacht. Zu Beginn der Therapie steht daher die Beseitigung von Plaque, Zahnstein sowie harten Ablagerungen unterhalb des Zahnfleischsaumes. Mit einer speziellen Kürette – oft auch mit Ultraschall-Instrumenten – werden die Wurzeloberflächen gereinigt und geglättet. Zahnfleischtaschen mit einer Tiefe von 5 mm und mehr – typisch für eine weiter fortgeschrittene Parodontitis – erfordern häufig auch einen chirurgischen Eingriff.
Zahnärztliche Nachsorge in der Parodontitis-Behandlung
Entscheidende Bedeutung für einen langfristigen Erfolg einer Parodontose-Therapie kommt der Nachsorge durch den Zahnarzt zu. In regelmäßigen Abständen muss der Zustand des Zahnfleisches kontrolliert werden. Stellt der Zahnarzt dann eine Rückkehr der Parodontitis fest, können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden und der Patienten zum Beispiel auf falsche oder mangelhafte häusliche Mundhygiene hingewiesen werden.
Oft ist die Nachsorgein der Parodontologie stärker ausschlaggebend für den Behandlungserfolg als die Art des therapeutischen Verfahrens.
Die Kostenaufwendungen in der Parodontologie
Die Parodontose-Behandlung ist ein Leistung, die ohne Zuzahlung für gesetzlich Versicherte übernommen wird. Leistungen der Vor- und Nachsorge gehören aber zur Eigenverantwortlichkeit des Patienten und die Kosten werden nicht erstattet.
Die Maßnahmen bei Parodontitis-Behandlungen:
Die Vorbereitung
• Diagnose
• PZR / Professionelle Zahnreinigung (privat zu tragende Leistung)
Die Parodntitis-Behandlung
• Parodontologie (Kassenleistung ohne Zuzahlung)
Die Nachsorge
• Zahnreinigung / Zahnsteinentfernung (Kassenleistung)
• PZR / Professionelle Zahnreinigung (privat zu tragende Leistung)













